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Journalismus.

Kosovo 1: Vlora.

weiterleben

Am 30. April 1999 halten sich die meisten Einwohnerinnen und Einwohner des Bauerndorfes Llashticës im südöstlichen Kosovo in den Wäldern versteckt. Serbische Truppen, begleitet von marodierenden Paramilitärs, treiben die verbliebenen Menschen zusammen und pferchen sie ins Wohnzimmer der Familie Shabani. Augenblicke später beginnen sie mit der Hinrichtung.

"Albaner und Serben werden nie mehr eine gemeinsame Sprache finden", sagte Vlora Shabani, damals 20 Jahre alt, aus Llasticë, Kosovo. Acht Jahre sind vergangen seit dem Krieg, acht Jahre seit jenem Nachmittag, als marodierende Serben Vloras Mutter, den Vater, den Grossvater, den kleinen Bruder und zehn weitere Dorfbewohner vor ihren Augen mit Kopfschüssen hingerichtet haben. Über Jahre haben die Erinnerungen an all das Schreckliche Vloras Leben bestimmt. Jetzt hat sie genug. Sie wagt es wieder zu träumen: von einem ganz normalen Leben. Ich habe Vlora Shabani kurz nach dem Massaker kennen gelernt und begleitet sie seither mit der Kamera. Aus dem verstörten 12-jährigen Mädchen ist inzwischen eine junge Frau und Mutter geworden, die versucht, ein schmerzvolles Kapitel ihres Lebens hinter sich zu lassen. Neben den Fotos entstand das Audiovisual "Weiterleben".

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