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Journalismus.

Türkei: Istanbul

Am Scheideweg. Das «Ende der Geschichte» tritt an ihren Anfang

Dank des «Kultur-Stipendiums Armin Meienberg» des Vereins istanbuluzern arbeitete ich im Sommer 2017 während zehn Wochen in Istanbul. Mich interessierten die Spuren und Veränderungen nach Recep Tayyip Erdoğans Verfassungsreferendum in der türkischen Gesellschaft. Befindet sich das Land auf dem Weg in eine Diktatur?

In Istanbul den Puls der Türkei fühlen: Die Stadt am Bosporus ist sozusagen die Halsschlagader des Landes. Eine säkulare, «verwestlichte» Türkei trifft in Istanbul auf eine Erdoğan-Türkei, in welcher der Gebetsruf des Muezzins noch etwas gilt und die Frauen Hijab tragen. Erdoğan wuchs als Strassenverkäufer auf den Plätzen und Gassen der Stadt auf. Im Jahr 1994 wurde er zu deren Oberbürgermeister gewählt. Die Penthouse-Türme und Bosporusbrücken der Stadt wuchsen in den Himmel. Man wähnte sich in einem orientalischen Märchen und dachte, die AKP bestünde – wenn nicht aus lauter Hipstern – doch zumindest aus Leuten, die wahabitisch verbrämte Ideologien abgelegt haben wie einen verschlissenen Mantel. Die Verheissung eines monetären Profits überwindet bekanntlich kulturelle Schranken und begünstigt Stimmen einer zufriedenen Wählerschaft.

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