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Journalismus.

Türkei: Istanbul.

Am Scheideweg. Das «Ende der Geschichte» tritt an ihren Anfang

Dank des «Kultur-Stipendiums Armin Meienberg» des Vereins istanbuluzern arbeitete ich im Sommer 2017 während zehn Wochen in Istanbul. Mich interessierten die Spuren und Veränderungen nach Recep Tayyip Erdoğans Verfassungsreferendum in der türkischen Gesellschaft. Befindet sich das Land auf dem Weg in eine Diktatur?

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In Istanbul den Puls der Türkei fühlen: Die Stadt am Bosporus ist sozusagen die Halsschlagader des Landes. Eine säkulare, «verwestlichte» Türkei trifft in Istanbul auf eine Erdoğan-Türkei, in welcher der Gebetsruf des Muezzins noch etwas gilt und die Frauen Hijab tragen. Erdoğan wuchs als Strassenverkäufer auf den Plätzen und Gassen der Stadt auf. Im Jahr 1994 wurde er zu deren Oberbürgermeister gewählt. Die Penthouse-Türme und Bosporusbrücken der Stadt wuchsen in den Himmel. Man wähnte sich in einem orientalischen Märchen und dachte, die AKP bestünde – wenn nicht aus lauter Hipstern – doch zumindest aus Leuten, die wahabitisch verbrämte Ideologien abgelegt haben wie einen verschlissenen Mantel. Die Verheissung eines monetären Profits überwindet bekanntlich kulturelle Schranken und begünstigt Stimmen einer zufriedenen Wählerschaft.

Verstrahlung 1: Tschernobyl.

Verlorenes Land

Am 26. April 1986 um 1:24 Uhr Lokalzeit explodierte der Block Nr. 4 des russischen Kernkraftwerks Tschernobyl. In Teilen der Schweiz leerten die Bauern die kontaminierte Milch weg. Fast tausend Generationen müssen verstreichen, bis das Land um das havarierte Atomkraftwerk Tschernobyl wieder besiedelt werden darf. Ein Augenschein vor Ort.

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24 000 Jahre. So lange wird die 30-Kilometer-Zone um das havarierte Lenin-Atomkraftwerk Tschernobyl wegen der radioaktiven Kontamination nicht mehr bewohnbar sein. Pripjat wurde zur Geisterstadt, das Riesenrad mit seinen gelben Gondeln zum makaberen Wahrzeichen. Ein Augenschein in der Ukraine, zum 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl.

Portrait Single

Portraits von Menschen – vom Manager bis zum Clochard.

Das ist das Schöne an diesem Beruf: Man sieht in Bereiche, wo die Türen normalerweise verschlossen sind und trifft spannende Menschen, vom Manager bis zum Clochard. Beide verdienen den gleichen Respekt.

Militärpilotenschule

Ausbildung der Schweizer Militärpiloten

Besuche bei Militärpiloten in der Schulung: Wir sitzen im Cockpit einer Armeemaschine und am Tisch einer Männer-WG. Wir nehmen teil am Trainingscamp am Neuenburgersee, wo die Notlandung geübt wird.

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Der Countdown zum grössten Erlebnis ihres Lebens begann mit der Anmeldung zur Schweizerischen Militärpilotenschule. 1100 junge Schweizer und ein paar Schweizerinnen erfüllten die Bedingungen: Sie waren körperlich fit und Leutnant in der Schweizer Armee. Herausgepickt wurden schliesslich die Besten der Besten: Zwölf Auserwählte absolvierten die harte Ausbildung zum Berufsmilitärpiloten. Ich habe sie mit der Kamera begleitet.

Portraits von US-Soldaten

Auf guter Mission

Portraits von US-Soldaten im Irak, Publikation für «NEON», ausgezeichnet an der ewz-selection 2007 mit dem Award «Redaktionelle Fotografie».

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Porträts von amerikanischen Soldaten, irakischen Übersetzern im Dienste des US-Militärs und einem privaten Contractor im Camp Ar Rustamiyah College in Bagdad, nahe Sadr City. Die Männer und wenigen Frauen gewähren zudem einen Blick auf ihren persönlichen Glücksbringer, ihren «Lucky Charm».

Verstrahlung 2: Messgeräte.

Im Land der Strahlenmessgeräte

Nominiert für den «swiss photo award» – Immer die aktuelle Strahlung im Blick: Eine Beruhigungsmassnahme der japanischen Regierung.

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Wer durch die Präfektur Fukushima fährt, sieht gelegentlich weisse, rundliche Kästen oder metallene Tafeln an einer Strassenecke. Wie freundliche Roboter stehen sie in der Landschaft und verkünden Tag und Nacht in roter Leuchtschrift die aktuelle Strahlenbelastung in Mikrosievert pro Stunde (μSv/h). Diese sogenannten «monitoring posts» sind eine Beruhigungsmassnahme der Regierung: Der Mensch kann radioaktive Strahlung nicht wahrnehmen. Das erzeugt Ungewissheit und Angst. Das Problem: Die Standorte der Überwachungsstellen wurden vor dem Aufbau der Messgeräte aufwendig gereinigt. Das gilt auch für die Geräte in der zwangsevakuierten Zone von Iitate-Mura. Sie zeigen meistens viel tiefere Werte, als in der Umgebung mit mobilen Geräten gemessen werden. Die Bevölkerung wirft der Regierung vor, den Menschen eine zu tiefe Strahlenbelastung vorzugaukeln, damit diese schneller in die belasteten Gebiete zurückkehren respektive keine Entschädigungsansprüche stellen können. (Susan Boos, WOZ)

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