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Film.

Mich kriegt keiner kaputt

Die Reise des Bruno Sensei. Projekt in Entstehung.

«Ich bin ein sturer, zäher Siech», sagt er von sich selbst. Sensei Bruno Koller, 8. Dan, einer der erfahrensten Karate-Instruktoren ausserhalb Japans, will immer noch höher hinaus. Vor sich sieht er nichts weniger als die Königsetappe auf der Expedition seines Lebens: «Ich will auf den Mount Everest des Karate.» Kurze Zeit später eröffnet ihm sein Arzt: «Herr Koller, Sie haben Demenz.» Fortan begleitet die Krankheit den unbeugsamen Karatemeister auf seinem Weg.

Der Dokumentarfilm «Die Reise des Bruno Sensei» lehnt sich am Genre des «Direct Cinema» an. Durch die Reduktion des Filmteams auf den Autor lassen sich die filigranen Zwischenwelten einfangen, durch die Bruno stolpert. Der Film zeigt, wie Bruno Koller trotz – oder gerade wegen – seiner Demenz seine Kampfkunst weiterentwickelt. Wir träumen mit ihm seinen Traum, weiter zu gehen als alle anderen – mit den schwindenden Ressourcen, die ihm zur Verfügung stehen. Wir erleben mit, wie Bruno Koller und sein Umfeld an Grenzen stossen. Und wir werden Zeuge, wie einer, der gewohnt ist, Kommandos zu erteilen, lernen muss, Hilfe anzunehmen.

«I am not a master, I am a student every day», sagte sein verstorbener japanischer Mentor und Freund, der Grossmeister Tetsuhiko Asai. Bruno lernt heute neue Lektionen: den Umgang mit Defiziten und Gebrechen, mit dem schleichenden Verlust der Realität und der Privatsphäre. Stärke und Kampfgeist waren die Hauptmotive in Brunos Leben. Ein Mann wie ein Baum gerät ins Wanken. Ist das seine Reifeprüfung? 

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